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„Liebe ist im Grunde eine chemische Reaktion. Aber es macht Spaß, nach der Formel zu suchen.“ (Hildegard Knef, deutsche Schauspielerin, 1925-2002)

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ (Friedrich Schiller, deutscher Dramatiker und Dichter, 1759-1805)
 
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Antworten für Einsteiger und Neugierige.
Von SMash-Webmaster frank.

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Kapitelübersicht:

•SM ist ein erotisches Spiel
•SM braucht Regeln
•SM ist Vielfalt
•SM benötigt Kommunikation
•Tips zum Weiterlesen

Foto: Manschetten, Halsband und Leine
Alle Fotos auf dieser Seite: © frank 2002

SM ist ein erotisches Spiel

Sadomasochismus, kurz „SM“ oder auch „S/M“ oder „S&M“, ist eine Spielart der Erotik und der Sexualität für Erwachsene, die auf der In-
szenierung eines als lustvoll empfundenen Machtgefälles
aufbaut. SM ist gespielte Machterotik zum Vergnügen und zur Erbauung aller daran Beteiligten. Andere sexuelle Handlungen wie Geschlechts-
verkehr können zum Spiel dazugehören, müssen es aber nicht.

Das Machtgefälle kann durch Rollenspiele um Dominanz und Unterwerfung, durch Auslieferung an ein Gegenüber, z.B. mittels Fesselung, durch gekonntes, dosiertes Zufügen von Schmerz oder durch Kombinationen dieser drei Elemente hergestellt werden. Die Art und der Grad der Intensität des Spiels hängen hauptsächlich von den Wünschen und vom Konsens der Beteiligten ab.

Die vielen Spielarten von SM reichen dabei von zart bis hart: SM beginnt bereits mit dem Festhalten oder Kratzen des Partners beim Liebesspiel, mit einer Augenbinde oder leichten Klapsen mit der flachen Hand beim Sex, oder mit einfachen Fesselspielen. Und für die meisten SMler gehört Zärtlichkeit zu ihren Spielen unbedingt dazu.
SM muß allerspätestens dort enden wo die Gefahr besteht, daß eine/r der Beteiligten einen dauerhaften körperlichen oder seelischen Schaden davonträgt.

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Foto: Baumwollseil in Nahaufnahme

SM braucht Regeln

Wichtig beim SM-Sex ist, daß alle Beteiligten verantwortlich auf ihre Sicherheit achten und daß sie zumindest bei der Vereinbarung der Intensität des Spiels und beim Abklären ihrer Grenzen und Tabus einen klaren Kopf, also ihr Urteilsvermögen behalten. So ist zum Beispiel bei SMlern der Genuß von Alkohol und anderen Drogen vor oder während ihrer Spiele zu Recht sehr verpönt.

Doch am Wichtigsten ist, daß jegliches SM-Spiel einvernehmlich, das heißt mit Zustimmung und auf Wunsch aller Beteiligten geschehen muß. Fehlt diese Zustimmung, handelt es sich nicht um SM, sondern um strafbare Handlungen wie Freiheitsberaubung, Nötigung, Körperverletzung oder Vergewaltigung.

Richtiger SM-Sex hat mit solchen Straftaten jedoch nichts zu tun. Das wird zum Beispiel auch daran deutlich, daß der spielerisch-unterlegene Part eine SM-Session jederzeit beenden können muß. In der SM-Szene ist es üblich, daß alle Beteiligten an einem Spiel dieses durch ein vorher vereinbartes Signal (wie zum Beispiel eine Geste oder ein „Code-“ oder „Stop-Wort“) jederzeit abbrechen können.

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Foto: Edelstahl-Klammern

SM ist Vielfalt

Einvernehmlicher SM sieht für Außenstehende oft ganz anders aus als es sich für die Beteiligten anfühlt. Wem zum Beispiel Schmerzen überhaupt keine Lust bereiten, kann oft nur schwer nachvollziehen, daß für einige Leute bestimmte Arten von wohldosiertem Schmerz, einfühlsam zugefügt, auf beiden Seiten ein sehr lustvolles und bereicherndes Erlebnis sein können — auch wenn es auf außenstehende Betrachter noch so dramatisch wirken mag.

Die Gefühlsmotive beim SM können sehr unterschiedlich sein, und die Facetten von SM sind genauso vielfältig wie die Menschen, die SM praktizieren: Manche bevorzugen ausschließlich Fessel-Sex, andere lieben Spiele mit demütigenden Elementen. Einige finden Ihre Erfüllung im hingebungsvollen Dienen, wieder anderen steht der Sinn nach harten Schlägen. Und während einige auf die vielzitierten Zutaten Leder, Peitsche und Bestrafung stehen, gibt es andere SMler, die damit rein gar nichts anfangen können. Manche SMler haben einen sexuellen Fetisch, andere kommen völlig ohne aus.

Was in der Öffentlichkeit und in den Massenmedien als „SM“ dargestellt wird, sind oft nur sehr grobe Vereinfachungen oder Sensationsdarstellungen, die den vielen individuellen Wirklichkeiten von SM nicht gerecht werden. Denn SM ist kein Thema der Verrohung menschlichen Miteinanders, sondern eine Chance für dessen Verfeinerung.

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Foto: Haushaltsgeräte zum Zweckentfremden

SM benötigt Kommunikation

Wer zum ersten Mal Phantasien von aktivem oder passivem erotischen Erleben von Schmerz und Unterwerfung in sich entdeckt oder solche Phantasien von einem Partner/einer Partnerin erzählt bekommt, ist häufig ersteinmal verunsichert. Doch niemand, der SM-Wünsche hat und sie auch ausleben möchte, ist deswegen ein schlechterer Mensch oder gar krank.

Es ist möglich, SM-Phantasien in gesundem Maß in die Tat umzusetzen; das gelang schon ein paar tausend Mitgliedern der SM-Szene allein in Deutschland. Es gilt herauszufinden, ob und wie die eigenen Vorstellungen Wirklichkeit werden sollen (es darf, falls gewünscht, natürlich auch bei den reinen Phantasien bleiben). Dieser Weg zur Selbstfindung und zum Finden eines geeigneten Partners oder einer Partnerin ist mitunter schwierig, und kaum jemand schafft es, dabei Fortschritte zu machen ohne darüber mit anderen Menschen zu reden.

Deshalb gibt es, neben vielen anderen SM-Gruppen in Deutschland und anderswo, „SMash“: ein Kultur- und Kommunikationsangebot von Frauen und Männern in Frankfurt, die alle den Weg der Umsetzung eigener SM-Phantasien in die Wirklichkeit gehen — und die zuhören, aber auch von vielen eigenen Erfahrungen berichten können. An alle Erwachsenen, die so mehr über SM und gegebenenfalls mehr über sich selbst erfahren möchten, wenden sich diese Website und die Aktivitäten von SMash.

 eMail an den Autor.

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Tips zum Weiterlesen:

•SMash-Essay „Sexuelle Vorlieben und Selbstfindung“
•SMash-Essay „Faszination Bondage“
•SMash-Essay „Schmerz“
•SMash-Essay „Devot“
•Wer wir sind
•Der SMash-Stammtisch
•Der SMash-Gesprächskreis
•Wikipedia-Eintrag „BDSM“

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