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The Melvins: Colossus of Destiny ipecac recordings IPC-14/Southern Records, 2001 |
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Die Melvins sind Sadisten. Sie veröffentlichen ein Album, auf dem im Wesentlichen nicht mehr zu hören ist als Geräusche, die anmuten wie ein Haufen elektronischer Instrumente, die ein Gestörter bei voll aufgedrehtem Verstärker die Treppe runterschmeißt — garniert mit handverlesenem Rauschen und Fiepen aus dem Kurzwellenradio. | |||
| Die Melvins sind raffiniert. Seit jeher im Clinch mit ihrer Plattenfirma wg. „No commercial potential“ schaffen sie es immer wieder, Alben in die Regale zu bringen, auf denen auch das Etikett „Unverkäuflich“ prangen könnte. Doch beim dritten Hinhören beginnt man unwillkürlich, im atonalen Krach Strukturen zu entdecken, die das vormals rein abstrakte Geräusch für den geneigten Hörer verwandeln in ... absichtsvolle Musik.
Das Album „Colossus of Destiny“ ist das bisher gewagteste der Melvins und nichts für schwache (Hör-) Nerven. Es ist deshalb besonders geeignet für SM-Sessions, die unter einem oder mehrerer der Gefühls-Motti „langsame Zermürbung“, „Verstörung“, „Verunsicherung“ oder auch nur „Anspannung“ stehen. |
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